Impress (Carlsen Verlag)
Vielen Dank an Carlsen – Impress für das Rezensionsexemplar
Die 17-jährige Scarlett hält nicht viel von Schule oder Verpflichtungen. Am liebsten verfolgt sie ihre eigenen Ziele und die bestehen zum größten Teil aus Träumereien. Schon immer hatte sie eine ungewöhnlich lebhafte Fantasie, für die sie oft belächelt wurde und die sie zu verstecken versucht. Bis Scarlett dem draufgängerischen Soldaten Chris Cooper begegnet, der ihr erklärt, dass ihre Fantasien Einblicke in die Wirklichkeit sind. Er erzählt von einem Reich, das durch die Kraft des geschriebenen Wortes erschaffen wurde und dessen Grundpfeiler die Magie der Tinte ist. Eine Macht, die mehr und mehr aus der Welt verschwindet…
Das Cover gefällt mir super gut. Das warme orange mit dem Funkeln, was das ganze etwas magisch wirken lässt und darüber eine Welt/Schloss in schwarz, was für mich die Tinte und Magie symbolisiert. Die beiden Personen unter dem Regenschirm findet man auch in der Geschichte wieder und ich finde es sehr süß, dass diese Szene für das Cover gewählt wurde. Für mich ein wirklich gelungenes Cover, welches mich auch sofort angesprochen und in seinen Bann gezogen hat.Momentan fällt mir der Einstieg in so manche Geschichte ziemlich schwer. Doch nachdem ich mich ein wenig warm gelesen hatte, muss ich sagen, gefiel mir die Protagonistin und auch die Geschichte immer besser. Der Einstieg in die Geschichte fand ich am Anfang etwas langatmig, trägt aber zum Überleiten der Handlung einen wichtigen Teil bei, weshalb ich ihn verschmerzen konnte. Die Überleitung an sich, war dann wirklich sehr gut gelöst. Mir gefiel es, wie die Handlungsstränge begonnen haben sich zu verweben, um einen roten Faden zu verfolgen. Fragte man sich am Anfang, wozu man diese Information jetzt bräuchte, wurde dies dann doch relativ schnell klar im weiteren Verlauf. Mir hat es gut gefallen, wie Scar in die ganze Sache mit der Magie der Tinte hinein geraten ist. Wie ihre Fähigkeiten entdeckt und wie diese trainiert werden sollen.
Der Schreibstil war flüssig und gut zu lesen. Die Charaktere fand ich ebenfalls sehr gut ausgebaut. Sie hatten ihre Macken und Kanten und man empfand schnell Sympathie mit dem ein oder anderen – oder auch nicht. Das Miteinander der Charaktere war gut beschrieben, was es mir leicht machte, mit ihnen diese magische Reise zu beginnen. Natürlich gab es auch Momente in denen ich dachte – wirklich jetzt? Ich habe es geahnt und so Sachen wie: Was, nein, das kann sie mir jetzt nicht antun (also die Autorin^^). Da ich selbst schreibe, konnte ich manche Szenen sehr gut nachvollziehen, als Leser hat mein Herz manchmal echt geblutet. Ich hoffe jetzt jedoch nicht, dass meine schlimmsten Befürchtungen wahr werden, was die Liebesgeschichte innerhalb des Buches betrifft, das hätte nämlich einen ziemlich bitteren Beigeschmack.



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